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Fakten zum Kongress

  • Infos zur Referentenliste, den Preisen und zum Veranstaltungsort. Hier geht es zur Themenübersicht.

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05. Oktober 06

Nachtrag

BlumenWas für tolle Mitstreiterinnen ich habe, zeigte sich übrigens eben erst wieder als es an der Tür klingelte. Ich habe einen superschönen "Gute-Besserung-Strauß" von directnews bekommen. Das ist mal nett. Da fliege ich doch nachher gleich umso lieber nach Zürich, um dann morgen - zwar verschnupft und hustend - hochmotiviert an dieser Stelle über die Weblog-interessierten Schweizer zu berichten.

Melanie Ruprecht

Wie es weitergeht…

Was soll nach dem Kongress nun aus diesem Blog werden? So richtig wissen wir das noch nicht und wollen trotzdem weitermachen. Sophie Graf von Bernet PR hatte sich schon in den ersten Wochen dieses Blogs darüber amüsiert, dass ich hier mitschreibe. Ich hatte immer gesagt, dass ich nichts zu sagen und damit auch nichts zu bloggen hätte. Mit dem Kongress wurde das etwas anders; und jetzt geht es halt irgendwie weiter. Das widerspricht allem, was ich in meinen Workshops erzähle (von wegen Strategie, Redaktionskonzept, Planung) und wovon ich auch nicht abrücken werde. Aber wir haben Spaß an dem Projekt „Blog in zwei Tagen, Kongress in zwei Monaten“ gefunden, das ist schon die halbe Miete. Das Team steht, ist motiviert.

Wir wissen auch, was wir nicht wollen. Wir wollen kein PR-Blog machen. Klaus Eck und viele andere haben spitzenmäßige Weblogs zu den Thema Blogging, Word of Mouth Marketing oder Web 2.0; auch die Idee, „Promis“ als Experten für Web 2.0 einzukaufen, gefällt uns nicht. Die haben doch eigene Plattformen.

Und so machen wir erstmal etwas planlos weiter. Wir werden regelmäßig aus den Seminaren Weblogs und Podcast berichten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden ihre ganz persönlichen Fragen und Einschätzungen zu den neuesten Entwicklungen notieren. Wir werden Ideen vorstellen, die in Workshops geboren werden und auch Reaktionen beschreiben. Anfang Dezember setzen wir uns dann in Leipzig zusammen und versuchen, ein „echtes Konzept“ zu entwickeln. Wer dann Lust hat, uns beizuwohnen, kann sich gern melden – es werden auf dann auf jeden Fall vier Flaschen Champagner geköpft, die ich in der Wette um die Teilnehmerzahl beim Kongress verloren habe. Und Straßburg organisiert ja schon den nächsten Kongress – zum Thema „Kommunikation in der Biotechnologie-Branche“. Sie wird sicher ganz viel auf dieser Seite darüber berichten.

Bleiben noch Layout und Name des Blogs. Wir werden das Design in den nächsten Wochen leicht überarbeiten, dabei hilft uns Kira Song – beim Namen sind wir noch unsicher. Darüber diskutieren wir gerade. Ich weiß, dass wir – laut Theorie – einen nicht gerade vorbildlichen Weg gewählt haben; aber anders geht es gerade aus zeitlichen Gründen nicht. Und was soll’s. Wer sagt eigentlich, was theoretisch richtig ist? – Morgen im Seminar erschrecke ich die Teilnehmer dann wieder mit dem Hinweis auf sechs Monate Vorbereitungszeit für ein gutes Blog… Aber die haben ja auch nicht so klasse Mitstreiterinnen wie ich.

Melanie Ruprecht

19. September 06

eBay auf dem Kongress

eBay als Web 2.0 Unternehmen – neue Wege in der Unternehmenskommunikation

Das worldwide Web wurde vor 16 Jahren gezeugt und vor 12 Jahren geboren. Wenn diese Daten die Geburt des Web 1.0 beschreiben, befindet sich das Internet mit dem Web 2.0 in den Flegeljahren, wie der Blogger Jörg Kantel jüngst treffend beschrieb. Unternehmenskommunikation im Web ist demnach Kommunikation in einem pubertären Umfeld. Kein Wunder, dass es gerade wieder etwas ungestüm im Internet zugeht. Neue und auch wieder aufgewärmte Begriffe wie Social Net, user generated content, Blogs, Vlogs, Podcasts purzeln durcheinander. Ihre Interaktionsmöglichkeiten machen sie zu einer neuen Form der Kommunikation. Genau diese Ausdruckmöglichkeiten gilt es aus Sicht der Unternehmenskommunikation zu bewerten und in die eigene Arbeit zu integrieren.
Für eBay sind die Möglichkeiten des Web 2.0 nichts Neues. eBay war – ohne es zu wollen – schon immer ein reiner Web 2.0 Webauftritt: Die eBay-Mitglieder kreieren fast den gesamten Content der Webseite. Für die Unternehmenskommunikation bedient sich eBay neuer Ausdrucksformen im zunehmend breitbandigen Web.
Mit Podcast wird dem Unternehmen eBay ein sehr viel stärker persönliches Profil und den Nutzern Orientierung im eBay-Universum gegeben. Podcast ermöglichen es eBay aktueller, direkter und authentischer darzustellen als über klassische Kommunikationswege. Sie geben Einblicke in das Unternehmen, stellen Funktionen, Jobs oder Mitarbeiter vor und sagen, warum eBay das macht, was eBay macht.
In einem nächsten Schritt will eBay Vodcasts anbieten.
Blogs werden nicht primär für die Unternehmenskommunikation eingesetzt. Für eBay sind Blogs vor allem ein Community Tool, das die Kommunikation innerhalb der eBay-Mitglieder vorantreibt.
Wie sollen man nun mit der Welt der Pod- und Vodcasts sowie Blogs umgehen? Huber ermuntert eine Grundtugend des Internets zu beherzigen: die Risikobereitschaft. „Experimentieren mit Mut zum Fehler. Letztgültige Wahrheiten sind rar in einem so dynamischen Umfeld und was gestern noch falsch war, kann heute zur Killerapplikation werden. Pubertät eben!“

Wolfgang Huber

Details zum Vortrag von Sten Franke

Sten Franke auf dem Web 2.0-Kongress

- Meinungs- und Marktforschung im Web2.0 / Analyse von Consumer Generated Media (CGM)
Konsumenten kommunizieren aktiv ihre Erwartungen an neue Produkte, ihre Zufriedenheit und ihre Erfahrungen im Umgang und Gebrauch erworbener Produkte in Onlineforen und Weblogs. Die Kritik der traditionellen Marktforschung hinsichtlich mangelnder Repräsentativität der CGM greift nicht! Die Meinungsforschung geht neue Wege.
-> Buzz Monitoring ausgewählter repräsentativer Panels (Marketingzielgruppen bzw.- Communities)

- Issue Management / Beschwerde Management
Sie stellen aktiv falsche Versprechen der Werbung bloß, sie informieren bis ins Detail über negative Erfahrungen mit Produkten und lassen die ganze Welt an ihrem Frust über Fehlkäufe teilhaben. Die Multiplikatorfunktion dieser "Sender" wird meist noch unterschätzt - Durchschnittlich erreicht z.B. ein Forum-Beitrag 630 User.
-> Monitoring von Issues und Beschwerden

- Neukundengewinnung durch Word of Mouth Marketing
Persönliche Empfehlungen, Erfahrungsberichte und Meinungen stoßen auf eine hohe Nachfrage im Web werden verbreitet und beeinflussen Kaufentscheidungen (Customer Lead). Die Nutzung traditioneller Medien nimmt ab, die Aufmerksamkeit gegenüber Werbespots, Anzeigen, Brand-Sites, etc. sinkt immens. Daher ist es wichtiger denn je, zuzuhören und aktive WOM Kommunikation zu betreiben!
-> Monitoring der Leads, Trends & Topics in CGM (Blogs und Onlineforen)
-> Aktive WOM Kommunikation

Arnd Benninghoff auf dem Web 2.0-Kongress

Arnd Benninghoff stellt das eLAB vor. Das eLAB

- ist ein Unternehmen der Verlagsgruppe Georg von Holzbrinck
- hat zum Ziel, nutzerzentrierte Internet- und Mobile- Anwendungen zu kreieren, systematisch zu testen und zum Erfolg zu führen
- generiert diese viel versprechenden Ideen inhouse oder mit externen Ideengebern
- begleitet die Projekte nicht nur mit Kapital, sondern mit Know-How und den kompletten Synergien eines erfolgreichen Medienhauses
- führt die Projekte nach erfolgreicher Testphase zur Marktreife und Eingliederung in die GvH-Gruppe

„Perpetual Beta“ als Medienzukunft?

- Web 2.0 als Zukunftspotenzial für Medienhäuser
- Entwicklung der User von passiven Rezipienten zu interaktiven Sparingspartnern und kritische Beobachtern
- Plattformentwicklung mit dem richtigen Zusammenspiel von redaktionellen und nutzergenerierten Inhalten
- Ideenvielfalt und direktes Feedback durch Einbindung der User
- Qualitätssicherung durch erfahrene Experten in den Medienhäusern

Aktuelle eLAB-Projekte

Pointoo.de
... ist ein mobiler Dienst, mit dem Smartphone- und PDA-Nutzer sich ihr ganz persönliches Stadtmagazin basteln können. Interessante persönliche Plätze lassen sich lokalisieren, speichern und mit anderen austauschen. Darüber hinaus kann jeder Pointoo-Nutzer andere Nutzer kontaktieren und so ein persönliches Netzwerk aufbauen.

GuteFrage.net und Kiwoo.de
... sind unterschiedlich konzipierte Online-Ratgeber. Kiwoo.de redaktionelle Informationen zu einem breiten Themen-spektrum. Demgegenüber können bei GuteFrage.net Nutzer selbst Fragen stellen, die wiederum von anderen Nutzern beantwortet werden.

18. September 06

Informationen zum Workshop von Jörg Rensmann

Die wichtigsten Punkte aus dem Workshop von Jörg Rensmann:

RSS – Grundlagen (was ist das woher kommt das)

RSS – Nutzung heute

Beispiele für intelligente RSS Tools

RSS im Unternehmen (Schwerpunkt)
- interne Kommunikation
- Knowledge / Information Mining mit RSS
- RSS & Web 2.0 (sinnvoll!) in interne Geschäftsprozesse integrieren => Das Ergebnis: Struktur & Rating von Information und Wissen statt Chaos!

Anwendungsbeispiele

Zum Vortrag von Martin Oetting

Mundpropaganda im Web 2.0: Die 10 Irrtümer des Viral Marketing

Durch Hotmail, Mohrhuhn und Budweisers "Whazzup" ist die Idee des viralen Marketings breiteren Kreisen bekannt geworden. Werbeagenturen präsentieren mittlerweile regelmäßig verrückte virale Clipideen, und Marketingverantwortliche erwarten, dass sich Kampagnen ganz ohne Budget im Netz verbreiten. Diese Sicht auf virale Kommunikationseffekte im Internet greift aber viel zu kurz - gerade in Zeiten des Web 2.0 ist der strategisch fundierte Umgang mit digitaler Mundpropaganda ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Denn in der rasant anwachsenden Informationsfülle des Social Web wird mittelfristig nur der bestehen können, der auch auf die Weiterempfehlung seiner Kunden und Fans bauen kann.

Martin Oetting behandelt zehn populäre Irrtümer über virales Marketing, zeigt auf, wie man mit Mundpropaganda auch ganzheitlich umgehen kann und bietet Beispiele und Case Studies zur Illustration.

Der Vortrag von Klaus Eck

Kommunikation 2.0: Weblogs in der PR

Heute setzen viele PR-Agenturen noch auf klassische Methoden der Pressearbeit und vernachlässigen dabei die Möglichkeiten, die das Web 2.0 für sie bereit hält. Es reicht längst nicht mehr aus, den Redakteur einer Publikation anzurufen, Presse- mitteilungen per E-Mail zu versenden und Clippings auszuwerten. Schon heute stellen Blogs eine große Chance für die Kunden- und Mitarbeiterkommunikation dar. Über ein Corporate Blog kann sich ein Unternehmen direkt an seine Kunden und an Journalisten wenden und sehr viel leichter Aufmerksamkeit für sich generieren. Entscheidend ist die Qualität der Ideen und Inhalte. Auf PR-Agenturen und Pressesprecher kommen dadurch neue Kommunikationsaufgaben zu: Sie müssen sich auf den direkten Kundendialog einlassen und die eigenen Mitarbeiter in der Kommunikation coachen.

Themenfelder im Vortrag:

- was ist eigentlich Kommunikation 2.0?
- wie geht die PR mit Bloggern um?
- Blogs in der Krisenkommunikation
- wer ist für die Blog-PR verantwortlich?
- wie bloggen Unternehmen am besten
- digitales Reputation Management
- was ist Blog-Coaching?
- Best Practices

Klaus Eck

Mehr zum Beitrag von Andrea Schulz, artundweise GmbH

Chancen der Web 2.0 Philosophie für die Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen im Web

• Was haben Marken im Web zu suchen (als Abgrenzung zu rein transaktionsbasierten Sites, die Verkaufen und damit Content haben)
• Kundenbeziehungsmanagement – von Monologen, wie wir es auch aus den klassischen Medien kennen, über Dialoge zur Schaffung von Markenwelten
• Nutzung der Markenwelten, um Kundenbeziehungen aufzubauen und über Partizipation zu gegenseitiger Loyalität zu gelangen
• Zyklus Attract-Convert-Retain
- Aufmerksamkeit der User/Kunden, deren aktive Teilnahme sowie Interaktion
• mit Marken/Produkten belohnen
- Relevante Inhalte aus freiwilligen Angaben schaffen
- Authentisch und glaubwürdig kommunizieren
• Marken als einladender Gastgeber und transparenter Kooperationspartner und nicht mehr als Absender autoritärer Botschaften und Imperative
• User generated Content und das Credo ‚Trust your user’
- Basis für zeitgemäße Kommunikation
- echte Chance in Zeiten, in denen die Marketeers die Kontrolle über Marken mehr und mehr verlieren
- Mut zur Offenheit und Ernst nehmen der Konsumenten
• Web im Zentrum der Marketingaktivitäten

17. September 06

Zu Vortrag von Christian Clawien

In Suchmaschinen relevante Webseiten zu bestimmten Themen zu finden ist nicht immer einfach. Zudem stellt sich die Frage, wieso in der Informations- und Wissensgesellschaft der Zugang zu digitaler Information im Wesentlichen von zwei Suchmaschinen kontrolliert wird. „Social Bookmarking“ ist eine Alternative: einerseits online seine Bookmarks nach Schlagworten sortiert zu speichern und überall Zugriff darauf zu haben, andererseits gemeinsam mit einer großen Community Wissen und interessante Webseiten zu teilen. Aus dieser Idee ist das Portal Mister Wong (www.mister-wong.de) entstanden, welches die Werbe- und Onlineagentur construktiv seit März 2006 betreibt. Social Bookmarking ist ein wichtiger Bestandteil des Web2.0, auch für Organisationen und Unternehmen bieten sich zahlreiche Möglichkeiten Social Bookmarks einzusetzen.

Stichpunkte aus dem Vortrag:

- Social Bookmarking - Was ist das eigentlich?
- Social Bookmarking - Das Bindeglied im Web2.0
- Warum fördern mehr nutzergenerierte Inhalte den Trend zum Social Bookmarking?
- Was haben Blogs mit Mister Wong zu tun?
- Wie wird Social Bookmarking in Deutschland angenommen?
- Wie können Unternehmen Social Bookmarking einsetzen?
- Was macht Mister Wong anders als andere Bookmarking-Portale?
- Was ist seit dem Start im März passiert?

Details zum Vortrag von Alexander Hospstein, Adobe Systems GmbH

Reine Technik ist nicht sozial
Warum die Gleichsetzung von Web 2.0 mit social networking zu kurz greift

Das Web 2.0 ist mehr als social networking und social communities. Der Begriff Web 2.0 entwickelt sich derzeit zu einem echten Marketinghype. Viele Dinge die neu oder anders als bisher online angeboten oder ungesetzt werden, erhalten diese Zuschreibung. Die aktuell vorherrschende Gleichsetzung von Web 2.0 mit social networks trifft unserer Meinung nach den Begriff nicht wirklich, wir verstehen Tim O'Reilly hier anders. Er nennt zwar die Interaktion und Blogs als Kennzeichen von Web 2.0, macht aber deutlich, dass es um mehr geht.

Vielleicht zunächst noch einmal zur Einordnung von Web 2.0 ein Blick auf das, was wir aus der heutigen Perspektive als Web 1.0 bezeichnen, das statische HTML.

Parallel zu Web 1.0 bzw. sogar schon davor gab es bereits Online-Bereiche, die den sozialen Aspekt schon in den Anfängen des Internet, der sogar extrem stark genutzt wurde und dessen Anwender teilweise bis heute aktiv sind, ich denke hier an die Newsgroups im sogenannten Usenet und an individuelle Mailboxen, die schon immer ganz klar einen Community-Gedanken umsetzten.

Was also sollten wir unter Web 2.0 verstehen? Web 2.0 ist eben nicht nur eine Idee qua Zuschreibung, sondern hat auch eine technologische Komponente:
Tim O'Reilly betont, dass Web 2.0 eine Plattform sei. Diese Perspektive trifft es sehr gut, die Infrastruktur (Leitungen, Router, IP-Adressen, Vernetzung), die schon immer die Voraussetzungen für das Internet war, wird mit heutigen Technologien und Anwendungen genau zu einer solchen Plattform.

Bedient werden soziale Aspekte, aber WLAN und Dinge wie Flash Lite ermöglichen die Anwendung über Browser und sogar Gerätegrenzen hinweg. Und erst wenn wir den Browser verlassen können, erst wenn wir weitere Geräte integrieren können, wird die wirkliche Idee/Vision von Web 2.0 erreicht. Wichtig ist der Blick auf die Interaktivität. Das writable Web hat natürlich die vielzitierte soziale Komponente, aber eben auch in einem hohen Maß eine Business-Komponente, bei der die Interaktioin mit Inhalten und vor allem das Feedback im Vordergrund stehen. Die Möglichkeiten der Interaktion führen dazu, dass man lebensnahe Sozialmuster abbilden und noch weiter entwickeln kann. Sie verhilft dem Web zu neuer Qualität.

15. September 06

Workshop mit der Beate Uhse AG

In dem Workshop gehen Assia Tschernokoff, Pressesprecherin der Beate Uhse AG und „Erfinderin“ der Marke Mae B., und Melanie Ruprecht, freie Kommunikationsberaterin, der Frage nach, ob ein Unternehmensweblog ein mögliches Kommunikationsinstrument für die Beate Uhse AG sein könnte. Dabei wird ein konkretes Projekt näher beleuchtet und besprochen, wie ein begleitendes Weblog konzipiert sein könnte. Ziel ist es, mit Hilfe des Weblogs die Kommunikation zu den Zielgruppen zu intensivieren und diese bei der Produktentwicklung einzubeziehen.

In dem Workshop sollen folgende Fragen erörtert werden:

Kommte für die Beate Uhse AG ein eigenes Weblog in Frage? Was sind die Restriktionen, was gilt es zu beachten?
Welche möglichen Inhalte/Aufhänger wären denkbar? – Welches Thema wird favorisiert und warum?
Welche Ziele werden mit dem favorisierten Weblog verfolgt?
Frau Tschernokoff stellt die Marke Mae B. vor und den neuen Katalog.
Welche Inhalte kommen für ein die Marketingkampagne des Katalogs begleitendes Blog in Frage? Wer könnte diese erstellen? Wie kann das Konzept aussehen?
Was gilt es zu beachten bei diesem Blog, wo liegen die Herausforderungen?
Wie kann das Blog beworben und bekannt gemacht werden?

14. September 06

Details zum Vortrag von Ansgar Zerfaß

So langsam treffen die ersten gnaueren Beschreibungen der Vorträge udn Workshops ein. die wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten. Hier ein paar Notizen zum Vortrag von Prof. Dr. Ansgar Zerfaß:

Web 2.0: Chancen für Marketing und PR

_ Wie die Google-Welt die Kommunikation verändert

_ Neue Formen der Meinungsbildung im Internet

_ Chancen für die Unternehmenskommunikation

_ Trend 1: Monitoring der Meinungsbildung

_ Trend 2: Blogger Relationships

_ Trend 3: Corporate Weblogs und Podcasts

_ Trend 4: Virale Kampagnen

11. August 06

Die Themen-Schwerpunkte

Die grobe Themenplanung für den Kongress steht. Lassen Sie uns wissen, was Sie in den Vorträgen und Workshops speziell interessiert.

Arnd Benninghoff präsentiert die Holtzbrinck eLab GmbH und informiert über Ziele und Strategien aus Verlagssicht.

Christian Clawien von der Werbe- und Onlineagentur construktiv spricht über das Prinzip des Social Bookmarkings: d.h. einerseits online seine Bookmarks nach Schlagworten sortiert zu speichern und überall Zugriff darauf zu haben, andererseits gemeinsam mit einer großen Community Wissen und interessante Webseiten zu teilen. Aus dieser Idee ist das Portal Mister Wong entstanden, welches die Agentur selbst betreibt.

Klaus Eck ist Weblog-Experte und Blog-Coach. Er veranschaulicht die Bedeutung von Weblogs für PR und Kommunikation.

Sten Franke stellt das Monitoring von Foren und Blogs mit der Technologie gridpatrol vor. Er gibt Handlungsempfehlungen für Unternehmen im Kontext:

- Marktforschung im Web2.0 / Analyse von Consumer Generated Media

- Issue Management / Beschwerde Management

- Neukundengewinnung durch Word of Mouth Marketing

Alexander Hopstein von der Adobe Systems GmbH beleuchtet die technische Kompontente des Web 2.0-Begriffs: "Das ursprüngliche Konzept des World Wide Web - Web 1.0 - basiert auf statischen HTML-Seiten, die ab und zu erneuert werden. Ein Stück weiter geht das heute vorherrschende Web 1.5 mit seinen dynamischen Webseiten, die sich mit Hilfe von Content-Management-Systemen und Datenbanken erzeugen lassen. Der amerikanische Buchverleger Tim O'Reilly, der den Begriff Web 2.0 geprägt hat, definiert die nächste Stufe so: "Web 2.0 bedeutet die Umwandlung des Internet von einer mehr oder minder zusammenhanglosen Sammlung von HTML-Seiten hin zu einer vollständigen Computerplattform, die Anwendungen und Daten unterschiedlichster Art für die Benutzer bereitstellt und die bisherige Seitenmetapher ablöst.'."

Martin Oetting forscht und berät zu Mundpropaganda im Web 2.0. Er erläutert, warum Marken heute auf den Umgang mit viraler Kommunikation angewiesen sind und dass Online Business im "Long Tail" ohne Mundpropaganda nicht funktioniert.

Andrea Pfahler von SAP Deutschland berichtet darüber, wie SAP Bloggern ein Forum schafft und gibt einen Erfahrungs- und Stimmungsbericht aus der IT-Branche.

Jörg Rensmann spricht über die Handhabung und Einsatzmöglichkeiten von RSS – im Bereich der internen und externen Kommunikation.

Marco Ripanti stellt das Thema eReputation für einzelne Personen vor. Bisher kennt die Geschäftswelt nur das Ranking von Agenturen. Die Idee, Personen zu bewerten kommt aus den USA und soll nun auf den deutschen Markt adaptiert werden. Grundidee des US-amerikanischen eReputation-Systems iKarma ist es, das Vertrauen zurück ins Geschäftsleben zu bringen. Die Crux dabei: Sie lassen sich von Ihrem Kollegen, Chef, Geschäftspartner oder Kunden bewerten.

Melanie Ruprecht führt beispielhaft - anhand der Beate Uhse AG - einen Workshop durch, der vermittelt, wie eine Blog-Strategie für ein Unternehmen entwickelt werden kann; welche Fragen es zu klären gilt und welche Chancen Blogs bieten. Assia Tschernookoff, Pressesprecherin der Beate Uhse AG, steht dabei für Fragen und Anmerkungen zur Seite.

Andrea Schulz gibt Antwort auf die Frage: Wie lassen sich Themen wie Kundenbindung, Loyalty Marketing, Empfehlungsmarketing, soziale Verantwortung aus Sicht der Anbieter von Produkten und Dienstleistungen sinnvoll nutzen?

Wolfgang Stock spricht über Video-Podcasts als Möglichkeit der Kommunikation mit Kunden. Welche Inhalte machen Sinn, was können Sie erreichen? Er stelle das Vodcast von Andrea-Merkel vor.

Sarik Weber stellt die Social Business Community OpenBC vor und spricht über die Bedeutung von Web 2.0-Anwendungen im Kontext des Networkings.

Ansgar Zerfaß gibt einem einleitenden Vortrag "Web 2.0: Chancen für Marketing und PR" einen Überblick und zeigt Handlungsoptionen aus Sicht des Kommunikationsmanagements auf - wer solche welche Strategien (Monitoring, Mitwirkung in Communities, eigene Weblogs und Podcasts, virale Kampagnen) nutzen.

07. August 06

Vortrag von Prof. Dr. Ansgar Zerfaß

Ich habe gerade mit Ansgar Zerfass telefoniert, um mit ihm die Inhalte seines Vortrags zu besprechen. Er hat folgende Alternativen angeboten:

"Web 2.0: Chancen für Marketing und PR" - Überblick und Handlungsoptionen aus Sicht des Kommunikations-Managements; Wer sollte was machen: Monitoring, eigene Blogs...?

"Von McLuhan zu Google – „Wie ändert sich die Medienlandschaft durch Web 2.0" - Die grobe Entwicklungslinie

"Web 2.0 und Issues Management - Monitoring der Meinungsbildung" - Ansatzpunkte und konkrete Handlungsoptionen, Wahl der richtigen Tools für die Beobachtung, was in Blogs berichtet wird

Mich persönlich würde ja am meisten der zweite Punkt interessieren – ist zwar etwas theoretisch, aber spannend. Gab es erst die Möglichkeiten und Tools oder hat sich unsere Gesellschaft schon vor „Web 2.0“ so verändert, dass Partizipation, Empfehlung, Austausch mehr gefragt waren? Wodurch wurde diese Veränderung vorangetrieben? Welche Rolle spielen TV und da die Reality Shows? Oder war das Bedürfnis schon immer da – Hochzeitsalben und Reiseberichte sind ja auch irgendwie Web 2.0-Content (an dieser Stelle ein großes mea culpa, dass wir den Begriff verwenden…).

Doch Herr Zerfaß und ich denken, dass das nicht unbedingt der Erwartungshaltung der Teilnehmer entspricht; wir haben uns auf den ersten Punkt geeinigt (Sten Franke wird das Thema Monitoring im Detail erörter). Prof. Dr. Zerfaß wird demnach einen einführenden Vortrag am Vormittag halten.

Sie können bezüglich seines Vortrags Ihre Fragen und Wünsche posten.

Melanie Ruprecht