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10. Oktober 06

Aus München berichtet

MuenchenNachdem das Seminar vergangene Woche ausfallen musste, konnten wir es heute bei schönsten Sommerwetter nachholen. Und nach gut einem Tag Austausch über Weblogs durften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nun ihre ersten Beiträge schreiben. Hier sind sie:

Petra Baumgartner, Verlag Dieter Zimpel:

"Sofort morgen werde ich mit Monitoring beginnen. Das Thema Weblogs werde ich auf jeden Fall auch in unserer Firma zum Thema machen. Ob und wie wir es verwenden werden, kann man auf jeden Fall durch ein Brainstorming herausfinden. Ein paar Ansätze werde ich einbringen. Ich denke nicht, dass ich privat ein Blogger werde, aber reinschauen werde ich ganz sicher wieder."

Lars Basche, GlobalCom PR-Network GmbH:

"Was für ein Blog wollen wir?

Nach einem Tag Weblogseminar von directnews stellt sich mir obige Frage. - Vor einem Monat haben wir beschlossen, mit unserer Agentur ein Weblog zu starten. Die grundsätzliche Vorstellung, ein "PR-Blog" zu machen, setzten wir ungefragt voraus. Ich persönlich setze nun allerdings ein kleines Fragezeichen dahinter.

Melanie Ruprecht hat uns Teilnehmern während des heutigen Tages deutlich gemacht, dass ein Blog am erfolgversprechendsten ist, wenn man sich beschränkt auf ein Thema, eine Zielgruppe, ein Ziel. Das klang einleuchtend, über die Umsetzung müssen wir intern genau diskutieren: Beschränkung ist zumindest schwierig bei eine Agenturblog, das von mehreren Autoren geschrieben wird und eigentlich mehrere Ziele verfolgt, verfolgen soll.

Leichter gemacht wird uns diese Diskussion durch die Brainstoring-Varianten, die wir gelernt haben :-) Am 1. November gehen wir voraussichtlich online mit unsere Blog... also mal sehen..."

Patrizia Mühlbauer, Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG.:

"Ich habe ich heute zum ersten Mal intensiver mit Weblogs beschäftigt. Für mich hat sich eine völlig neue Welt eröffnet, obwohl ich denke, dass ich in die Tiefen des Internets schon zielich oft abgetaucht bin. Zunächst werde ich mich in den nächsten Wochen wohl sehr oft in den diversen Blogs rumtreiben, mich verirren und weiterleiten lassen. So lerne ich wohl am besten kennen, was ich sowohl für mein Privatleben als auch für ein Berufsleben und Unternehmen mitnehmen kann.

Beruflich werden Weblogs irgendwann mal relevant. Ideen, wie man im Kleinen dabei anfangen kann, habe ich bereits. Das kann nur im Mitarbeiterbereich sein, also ohne Öffentlichkeit. Bei knapp 7000 Mitarbeitern weltweit aber eine Herausforderung.

Meine Befürchtungen sind andererseits: Wenn sich diese Seiten weiter so rasant entwickeln, wird es trotz Suchmaschinen etc. irgendwann mal so chaotisch, dass kein Nutzen mehr entsteht. Denn die Zeit wird ja nicht ehr, die zur Verfügung steht, um das für einen Wichtige zu finden."

Susanne Porr, GlobalCom PR-Network GmbH:

"Über Weblogs, Fische und Seminare

'Zum großen Fisch im kleinen Teich werden, statt ein kleiner Fisch im großen Teich.' - Dies ist wohl meine wichtigste Erkenntnis an diesem heutigen Tag. Das Weblog-Seminar, veranstaltet von Melanie Ruprecht und directnews, ist fast vorbei. Gut, dass wir es besucht haben. Wir - das sind Lars und ich von GlobalCom. Wir stehen kurz davor, ein eigenes Blog zu konzipieren und online zu stellen. Bisher lief die Konzeption - offen gesagt - nach dem Jäger- und Sammlerprinzip ab. Über PR schreiben wir und über Web 2.0, natürlich auch über Kunden und Märkte, oh und das aktuelle Zeitgeschehen nicht zu vergessen - und und und...

Tja - jetzt wissen wir es besser! Und wie? Lasst euch überraschen - demnächst unter GlobalCom PR!"

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09. Oktober 06

Flyer oder Blog?

Warum DVD und nicht Video, warum Handy und nicht Festnetz, warum iPod und nicht Radio, warum E-Mail und SMS und nicht ein handgeschriebener Brief? Also warum Weblogs und nicht Flyer? Der gute alte Flyer ist wohl aus der Mode gekommen. Der Trend überrennt uns - Weblogs sind das Höchste der Gefühle. Kein Blog heißt kein Insider, kein Blog heißt altmodisch.

Also gut, auch wir werden uns der Herausforderung stellen müssen - in der Hoffnung, dass der Schuss nicht nach Hinten losgeht. Spannung pur macht sich breit, der erste Blog wird geschaltet. Ergebnis: kein Kommentar, keine Reaktion. Und jetzt? Alles falsch gemacht? Oder doch wieder zurück zum Flyer, denn dort reagiert zumindest die Person, der ich den Flyer mit dem passenden Kommentar in die Hand drücke. Nur kann ich mich dann wieder nicht zu den Insidern zählen. Der Weblog-Teufelskreis beginnt!

Susanne Ostler, cip GmbH, Schweiz

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Sackgasse oder Chance?

Blogs sind ein gewaltiges Mittel der PR. Man kann damit so viel erreichen. Doch wer Blogs einsetzen will, sollte sich auch bewusst sein: dahinter steckt sehr viel harte Arbeit und vielleicht auch manche Sackgasse, bevor man die für das Unternehmen richtige Blogart entdeckt. Ein Versuch ist's sicher wert.

Laura Frischknecht, Kunstmuseum Bern

07. Oktober 06

Fragen aus der Schweiz

Zuerich1Gestern waren Daniela Fuchs und ich zum Weblog-Seminar in Zürich - links die Lounge im Hotel. Mit Blick auf den See und im komfortablen "Zurich Develeopment Center" hatten wir einen Tag lang Zeit, 14 Interessierten aus Marketing und PR (von Globus über Adidas bis zur Post waren die unterschiedlichsten Unternehmen vertreten) Blogs näher zu bringen. Hier einige Fragen und Gedanken, die sich die TeilnehmerInnen stellten:

Kann ich Produkte platzieren? - Soll die Identität des Scheibenden im Unternehmens-Blog bekannt werden? - Wie finde ich einen passenden Namen? - Wie bewerbe ich das Blog? - Ist Blog-Autor ein Beruf? - Darf man fremde Blogeinträge übersetzen? - Wie gehen journalisten mit Blogs um? - Gibt es eine Ranglsite der am besten gestalteten Blogs? - In welchen Branchen existieren die meisten Blogs? - Gibt es beim Stil etwas, das man unbedingt vermeiden sollte? - Wie schützt man interne Blogger? - Können sich Viren über Blogs verbreiten? - Wie funktioniert nochmal Technorati?

Zudem haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Beiträge verfasst, in denen sie ihre ersten Eindrücke zum Thema Weblogs schildern. Hier eine Auswahl - die Autoren wollen in diesen Fällen nicht genannt werden:

"Spannend finde ich den Aspekt der Gemeinschaft, das Miteinander. Über verschiedene Themen zu diskutieren und seine Meinung zu veröffentlichen. Und dies mit Menschen, die über die ganze Welt verteilt sind."

"Um das Thema 'Weblog' wird in Zukunft kein Unternehmen herumkommen. Speziell das Weblog-Monitoring sollte in die Kommunikation integriert werden. Jedoch müssen sich die Unternehmen genau überlegen, ob sie ein Weblog betreiben. Passt es zur Strategie? Wie ist die Relation Kosten zu Aufwand?"

"Blog? - Never heared of! Nach diesem Seminartag ist die Versuchung groß, das Ganze schleunigst wieder zu vergessen. Blogs als Unternehmen professionell zu betreiben, ist unglaublich aufwändig. Indes, die Entwicklung im Blogbereich zu ignoieren, könnte mich ebenso den Job kosten, wie ein Budgetantrag für ein Blogprojekt zu stellen."

"Geh, log dich ein und probier es aus mit deiner ganzen Fantasie und Neugierde."

"Das Thema Blogs zwingt viele Leute, sich mit der Meinungsbildung und Informationsbeschaffung im Internet auseinanderzusetzen. ein ausgdehnteres Monitoring ist möglich und man kann Trends und Stimmungen feststellen. Ebenfalls sind Diskussionen in einer viel größeren Runde möglich. Themen können angerissen, Meinungen herausgefunden werden."

Aufgezeichnet von Melanie Ruprecht

 

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